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Silvesterblasen

Aus Notizen eines Kirchenpflegers in alten Schreibkalendern aus diesen Jahren geht hervor, dass damals zwischen 6 und 14 Musikanten bei Beerdigungen und Hochzeiten spielten und dafür geringfügig entlohnt worden sind. Vermutlich gab es auch vor dieser Zeit Musikanten in Maria-Thann.

Zur Kriegerdenkmaleinweihung wurde der Patenverein Heimenkirch mit Musik empfangen.
Am 03. Dez. 1894 wird die "Musik-Gesellschaft Maria-Thann" unter der Leitung von Josef Hagspihl und sechs weiteren Mitgliedern gegründet. In den Statuten wird der Zweck des Vereins und seine innere Organisation festgehalten.
Aus den Aufzeichnungen des örtlichen Kampfgenossenvereins ist ersichtlich, dass die Musikkapelle neben den kirchlichen Festen auch die Feierlichkeiten anderer Vereine mitgestaltet.
Der junge Verein schafft sich eine Fahne an und richtet mit einer Fahnenweihe sein erstes großes Dorffest aus. Patenverein ist die Musikkapelle Opfenbach.
Alle Musikanten müssen in den ersten Weltkrieg ziehen. Zwei Gefallene werden beklagt.

Musikgesellschaft
Maria-Thann im Jahre 1935
Etliche junge Musikanten verstärken die Kapelle, die einen respektablen Aufschwung erlebte.
Mit dem neuen Vorstand Franz Xaver Dorn wurde auch ein Protokollbuch eingeführt.
Die Musikgesellschaft kleidet sich erstmals einheitlich ein: Schwarze Hose, weißes Hemd mit schwarzer Fliege, grüne Uniformjacke und Schirmmütze.
Mit dem Ausbruch des 2. Weltkrieges wurden von 16 Musikanten 11 zur Wehrmacht einberufen. Sechs von ihnen überlebten den Krieg nicht. Die dezimierte Mannschaft blieb aber soweit es ging immer aktiv.

Die Führung der Kapelle während und nach den Kriegsjahren:
links Martin Kirchmann,
rechts Josef Kennerknecht
Vorstand Kirchmann ordnete an, dass die Instrumente vergraben werden müssen, um sie vor den anrückenden Truppen in Sicherheit zu bringen.
Antrag der Musikgesellschaft auf Wiederzulassung wird von der französischen Besatzung genehmigt. Dirigent Josef Kennerknecht bildet junge Bläser heran, um die Lücken zu schließen. Dabei wurden erstmals Klarinetten in das bis dahin reine Blechorchester eingefügt.
Vorstand Martin Kirchmann legt nach 18 Jahren sein Amt nieder und wird zum Ehren-vorstand ernannt. Unter seinem Nachfoger Adolf Ohlinger tritt die Kapelle zu ersten Mal bei einem Wertungsspiel in Sonthofen an wobei sie mit der Note "befriedigend" das erhoffte Prädikat klar verfehlte. Das Weihnachtskonzert mit Musikerehrung leitete eine neue Konzerttradition ein, die bis 1967 hielt und das bisherige Konzert im Sommer (Fronleichnam, Tag der Blasmusik) mit der Zeit ablöste.
Die Kapelle wirkte bei drei Fahnenweihen und einer Primiz mit, wobei auch die eigene Fahne als erneuerungsbedürftig bezeichnet wurde. Erstmals zählte der Verein 20 Bläser.
Nach 25 Jahren übergab Dirigent Kennerknecht den Stab an seinen jungen Nachfolger Ernst Spieler. Kennerknecht wird 1962 an senem 40-jährigen Musikerjubiläum zum Ehrendirigenten ernannt.
Zur Fahnenweihe am 24. August kamen neben dem Patenverein Opfenbach noch 13 weitere Kapellen und nahmen am Gesamtchor, dem Festzug und am Unterhaltungskonzert im Festzelt teil.

Das Duo in den 60er-Jahren:
links Adolf Ohlinger,
rechts Ernst Spieler
Unter der Leitung von Dirigent Ernst Spieler entwickelte sich die Kapelle zu einem beachtlichen Orchester, das bei Wertungsspielen viele Auszeichnungen erringen konnte. Durch seine rege Ausbildungsarbeit erschloß er der Kapelle die moderne Unterhaltungsmusik mit Schlagzeug und Saxophon.
Die Musikkapelle wird mit einer "Allgäuer Tracht" neu eingekleidet. Finanziert wird die Anschaffung zu einem großen Teil durch Spenden aus der Bevölkerung.
Die alte Uniform wird an den Bläserchor Reusch in Unterfranken verkauft, woraus sich eine freundschaftliche Verbindung entwickelte.
Die ersten Damen werden an Instrumenten ausgebildet.
Gedicht zur Altmetallsammlung 1969
Altmetallsammlung 1969 / 1981
Zur Finanzierung der Trachten für 14 Jungbläser wurden 28 Tonnen Alteisen gesammelt. Auf dem Sportplatz findet zu ersten Mal ein Gartenfest statt und begründete damit die Tradition des Maria-Thanner Sommerfestes. Die Musikkapelle feiert ihr 57-jähriges Bestehen am Jahreskonzert.
Nach 20 Jahren erfolgreicher Arbeit übergibt Adolf Ohlinger das Amt des 1. Vorstandes an seinen Nachfolger Anton Pfeiffer weiter. Die Kapelle erfüllte ihm einen besonderen Wunsch und besuchte die "Musikgesellschaft Frohsinn" in Grosswangen in der Schweiz, wo er in jungen Jahren mitwirkte. Er wird 1975 zum Ehrenvorstand ernannt.
Beim Wertungspiel zum Bezirksmusikfest in Hergensweiler trat die Kapelle erstmals in der Oberstufe an und errang auf Anhieb einen 1. Rang mit Auszeichnung.
Mit der neuen Turn- und Festhalle bekam die Musikkapelle auch im Untergeschoß einen geräumigen Proberaum. Das Jahreskonzert in der neuen Festhalle war für die Kapelle ein historischer Tag.
Der Verein firmiert neu unter dem Namen "Musikkapelle Maria-Thann e.V."
Dirigent Ernst Spieler legt nach 30 Jahren den Taktstock nieder und wird zum Ehrendirigenten ernannt. Nachfoger wird Otto Müller aus Wasserburg. Zu Gunsten der Kirchenrenovation gab die Musikkapelle erstmalig ein Kirchenkonzert.
Das Sommerfest wird auf den Dorfplatz verlegt und nur noch am Sonntag abgehalten.
Ernst Müller übernimmt das Dirigentenamt. Die Kapelle zählt erstmals über 50 Mitglieder.
Die 5 Bläserinnen und die beiden Fahnendamen erhalten eine neue Tracht. Bei den Herren werden die Westen und Hüte erneuert. Es beginnen die Vorbereitungen zum Bezirksmusikfest in 1993.

Der Gegenbesuch der Brassband Frohsinn Grosswangen wird zu einem denkwürdigen Ereignis. Die Schweizer begeisterten mit ihrem Konzert in der Halle und der Umrahmung des Sonntagsgottesdienstes.

Ausrichtung der Wertungsspiele zum Bezirksmusikfest an denen sich 37 Musikkapellen und Gruppen beteiligen.
9. bis 12. Juli Ausrichtung des 23. Beziksmusikfestes, Bezirk 7 des ASM in Maria-Thann zum 100-jährigen Bestehen.
Freitag: Es spielte der Sieger des Grand Prix der Volksmusik "Die Jungen Klostertaler"
Samstag: Großes Kinderfest und Country-Abend mit den Long-Riders
Sonntag: Weckruf, Festgottesdienst und Frühschoppen mit der Patenkapelle, Gesamtchor auf Grund der Witterung im Festzelt,
abends "Stimmungsparade der Blasmusik"
Montag: Tanz mit der "Combo Delago"
Trotz des Dauerregens ab Samstag Nachmittag, dem der Festzug am Sonntag zum Opfer fiel, wurde das Fest stark besucht und ein großartiger Erfolg. Mit einem "Helferfest" bedankten wir uns bei allen Mitwirkenden.
Wolfgang Boll wird Dirigent und Ernst Müller übernimmt das Amt des 1. Vorstandes. Anton Pfeiffer wird nach 22 erfolgreichen Jahren zum Ehrenvorstand ernannt. Damit wird auch in der Vereinsführung ein Generationswechsel vollzogen.
Ernst Müller übernimmt wieder den Dirigentenstab und gibt sein Amt als 1. Vorstand im Januar 1997 an Georg Fuchs ab.
Beim Pfarrfest 1996 gastiert die Brassband Matzendorf aus der Schweiz, woraus sich eine freundschaftliche Verbindung mit einem Gegenbesuch 1997 entwickelt. Besuch des Schützenfestes Meinerzhagen im Sauerland 1996, 2000 und 2004. Ab 1998 wurde das Sommerfest wieder um eine Abendveranstaltung mit einer Showband erweitert und auf den Parkplatz bei der Halle verlegt, was sich bislang als absoluten Glücksgriff erwies. 2005 erreicht die MK im ASM-Oberstufenwettbewerb in Ebenhofen einen achtbaren 6. Platz von 11 „Siegerkapellen“ aus den Bezirken. Die Jugendausbildung wird von der Musikkapelle finanziell stark unterstützt und läuft über die Jugendmusikschule in Wangen
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Andreas Loritz aus Eisenharz wird neuer Dirigent. Ernst Müller widmet sich dem Bariton und wird Bezirksdirigent.
2007 erreicht die MK im ASM-Oberstufenwettbewerb in Dinkelscherben einen her-vorragenden 4. Platz von 10 angetretenen „Siegerkapellen“ aus den Bezirken.
2008 erneuter Besuch des Schützenfestes in Meinerzhagen
2009 übergibt Georg Fuchs das Amt des 1. Vorstandes an Michael Müller weiter.
© Musikkapelle Maria-Thann, www.mk-maria-thann.de, 21.11.2009